
DINGWELTDas Netzkunstprojekt DINGWELT ist eine Auseinandersetzung mit der Konsumkultur in der ebay-Ära. Der Bildkatalog der Dingwelt-Tauschbörse bot 12 Dinge mit Geschichte als Kunstdrucke an – digitale Fotoarbeiten mit Plüschhase Mümmy (*ungewaschen), Tischgarnitur (*antik) oder Topflappen (*selbst gehäkelt).
Jeder Tauschbörsen-Besucher konnte ein Bild auswählen und als Gegenleistung ein eigenes gebrauchtes Ding einsenden. Was, war egal, es musste nur eine kurze Geschichte zum Ding geschrieben werden. So ist die kleine, feine Sammlung mit persönlichen Dingen und deren Geschichten als ein symbolischer Erinnerungsort online entstanden. Und die Kunstdrucke sind in der Welt verstreut – Paderborn, New York, Shanghai. Eine authentische Wahrnehmung von Gegenständen wird dabei mit Hilfe von Bilddokumenten in den digitalen Raum übertragen.
Das Projekt hinterfragt die Bewertung von Kunst und Dingen, die Beziehungen zu gebrauchten Dingen und das Verschwinden der Dinge in Internetumgebungen. Die Sammlung der Dinge mit Geschichte ist eine Online-Dokumentation. Diese bildet zusammen mit den 12 digitalen Collagen und deren Geschichten als laminierte C-Prints eine Installation.
Tauschaktion: 15.09.2003 - 15.09.2004
2004 award net.art, 11th Biennial of Visual Arts, Pancevo.
2004 netd@ys europe project, european commission.
2003 recycling art award, Herford.
Bildobjekt „Mümmy“, Digitaldruck auf Platte auf Rahmen, 60 cm B x 90cm H x 5 cm T / 24 Farbdrucke, UV-Laminierung (217x304 mm) / Dokumentation www.dingwelt.de, CD-ROM / PC mit TFT-Monitor (15”) und Mouse, internet explorer 6.0 / 6 Podeste je 110cm L x 80cm H x 40cm B und 1 Podest 110 cm H x 50cm T x 40 B, MDF/HF-Konstruktion, Lichtgrau RAL7035. Installation im Raum flexibel.
Webdesign, C-Prints und Bearbeitung: Michelle Adolfs & Petra Müller, 2003. Datenbanklösung für die Aktion: TEAM GmbH, Paderborn (Oracle). Projektförderung durch Fonds Soziokultur, Bonn.